Roman einer Ehe by graf Leo Tolstoy

(16 User reviews)   5892
By Brenda Hill Posted on Dec 21, 2025
In Category - Medical Research
Tolstoy, Leo, graf, 1828-1910 Tolstoy, Leo, graf, 1828-1910
German
Okay, I need you to drop everything and read this. It's not a grand war epic like 'War and Peace'—it's something more intimate and quietly devastating. 'Roman einer Ehe' (or 'A Happy Married Life' in some translations) follows a young couple, Masha and Sergei, who start their marriage full of idealistic love. Tolstoy then spends the rest of the book showing, with brutal, almost surgical precision, how that perfect love slowly erodes under the weight of daily life, petty resentments, and unmet expectations. It’s the story of how a dream marriage becomes a cage, and it’s so painfully recognizable it'll make you look at your own relationships differently. Trust me, it's a masterpiece of domestic realism.
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ganzen Winter verlebten wir, Katja, Ssonja und ich, auf dem Lande. Katja war eine alte Freundin unseres Hauses, unsere Gouvernante, die uns alle großgezogen hatte, und die ich kannte und liebte, seit ich mich meiner überhaupt erinnere. Ssonja war meine jüngere Schwester. Wir verlebten einen düsteren und traurigen Winter in unserem alten Hause zu Pokrowskoje. Das Wetter war kalt, und der Wind hatte die Schneewehen bis über die Fensterhöhe herangefegt; die Fenster waren immer vereist und undurchsichtig, und wir gingen und fuhren fast den ganzen Winter nicht aus. Nur selten kam jemand zu uns, und wenn auch jemand kam, so brachte er uns weder Fröhlichkeit noch Freude ins Haus. Alle hatten traurige Mienen, alle sprachen so leise, als fürchteten sie, jemand zu wecken, niemand lachte, alle seufzten und weinten oft, wenn sie mich und besonders die kleine Ssonja in ihrem schwarzen Kleidchen ansahen. Im Hause ließ sich noch die Gegenwart des Todes spüren; Trauer und Todesgrauen erfüllten die Luft. Mamas Zimmer war geschlossen, und es war mir unheimlich zumute, und ich fühlte mich zugleich hingezogen, in dieses kalte und leere Zimmer hineinzublicken, sooft ich auf dem Wege nach meinem Schlafzimmer vorbeimußte. Ich war damals siebzehn Jahre alt, und Mama hatte noch im gleichen Jahre, als sie starb, die Absicht gehabt, in die Stadt zu übersiedeln, um mich in die Gesellschaft einzuführen. Der Verlust meiner Mutter bedeutete für mich einen schweren Kummer, aber zu diesem Gefühl gesellte sich, ich muß es gestehen, auch noch der Gram darüber, daß ich, die ich, wie mir alle sagten, jung und hübsch war, schon den zweiten Winter in der ländlichen Einöde nutzlos verbringen mußte. Kurz vor dem Ende des Winters steigerte sich das Gefühl der Trauer, der Einsamkeit und auch der gewöhnlichen Langweile dermaßen, daß ich mein Zimmer nicht mehr verließ, mein Klavier nicht mehr öffnete und kein Buch in die Hand nahm. Wenn Katja mir zuredete, ich solle das eine oder andere beginnen, so antwortete ich ihr: »Ich habe keine Lust, ich kann nicht!« In meinem Herzen regte sich aber die Frage: -- Wozu? Warum soll ich etwas beginnen, wenn meine beste Zeit unnütz dahingeht? Wozu? -- Und auf dieses »Wozu« gab es keine andere Antwort als Tränen. Man sagte mir, ich sei während dieser Zeit mager geworden und hätte viel von meiner Schönheit eingebüßt, aber auch das interessierte mich nicht. Wozu? Für wen? Mir schien, als müsse mein ganzes Leben in dieser Einöde, in dieser hilflosen Trauer dahingehen, aus der mich zu befreien ich selbst keine Kraft und nicht einmal den Willen hatte. Gegen Ende des Winters nahm sich Katja, die um mich sehr besorgt war, vor, mich unbedingt ins Ausland zu bringen. Dazu brauchte man Geld, wir wußten aber kaum, was uns nach dem Tode unserer Mutter geblieben war und erwarteten von Tag zu Tag unseren Vormund, der kommen sollte, um die Vermögensverhältnisse zu klären. Im März kam der Vormund. »Nun, Gott sei Dank!« sagte mir einmal Katja, als ich wie ein Schatten, müßig, ohne Gedanken und ohne Wünsche von Winkel zu Winkel irrte. »Ssergej Michailytsch ist angekommen, hat schon nach uns gefragt und sich zum Mittagessen angemeldet. Nimm dich zusammen, Maschetschka,« fügte sie hinzu. »Was soll er von dir denken? Er hat ja euch alle so sehr geliebt.« Ssergej Michailytsch war unser naher Nachbar und mit unserem verstorbenen Vater befreundet gewesen, obwohl er viel jünger war als dieser. Ganz abgesehen davon, daß seine Ankunft alle unsere Pläne über den Haufen warf und uns die Möglichkeit gab, aus der ländlichen Einöde herauszukommen, war ich schon von der frühesten Kindheit an gewöhnt, ihn zu lieben und zu achten, und Katja hatte, als sie...

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If you think Tolstoy only wrote about French invasions and philosophical aristocrats, this book will be a revelation. It's a deep, quiet look at the most common human institution: marriage.

The Story

The plot is deceptively simple. We meet Masha, a young, romantic woman of seventeen, who falls deeply in love with the much older Sergei. They marry, convinced their passionate connection will make them the exception to all unhappy marriages. The first year is a blissful dream. Then, reality sets in. The intense, all-consuming love begins to cool into routine. Small irritations—a careless remark, a forgotten chore—start to feel like betrayals. They stop truly seeing each other, becoming two lonely people sharing a home. Tolstoy doesn't need dramatic affairs or huge fights; the tragedy is in the slow, silent drift apart.

Why You Should Read It

This book floored me with its honesty. Tolstoy isn't judging his characters; he's just showing us how it happens. The way he captures those tiny, unspoken moments of disappointment is genius. You'll find yourself thinking, 'I've felt that,' or 'I've seen that happen.' It’s not a cynical book, but a deeply compassionate and clear-eyed one. It made me think about the work love requires after the initial spark fades, in a way no modern self-help book ever could.

Final Verdict

Perfect for anyone who loves character-driven stories and doesn't need a fast-paced plot. If you enjoyed the relationship dramas in novels by authors like Jane Austen or George Eliot, but want something grittier and less polished, this is for you. It's also a great, shorter entry point into Tolstoy's world. Be warned: it might just be the most insightful and slightly terrifying book about marriage ever written.



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Mason Torres
8 months ago

Fast paced, good book.

5
5 out of 5 (16 User reviews )

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